Klapperbuben und Klappermädchen
eine lebendige Tradition in Wombach

„Karfreitag und Karsamstag in Wombach: Mit Holzratschen und Holzleiern ziehen die Kinder durch den Ort
und vertreten die schweigenden Kirchenglocken." ( Bildgröße: 1350 x 695 Pixel )
Wenn die Kirchenglocken schweigen, übernehmen in Wombach die Kinder.
An Karfreitag und Karsamstag zieht wieder eine fröhliche Schar durch die Straßen des Dorfes: Mit Holzratschen und Holzleiern in den Händen ziehen Buben und Mädchen durch Wombach und erfüllen die Stille, die das Schweigen der Kirchenglocken hinterlässt.
Eine alte Tradition lebt weiter
Das Ratschen und Leiern gehört seit Generationen zum Brauchtum der Karwoche. In der Zeit von Gründonnerstag bis zur Osternacht verstummen die Glocken der Kirchen – ein uraltes Zeichen der Trauer und des Gedenkens an das Leiden und den Tod Jesu Christi. Damit die Gläubigen dennoch zu den Gebetszeiten gerufen werden, übernehmen die Kinder dieses Amt: mit lautem Rattern und Klappern ziehen sie durch die Gassen und künden von den Gottesdienststunden.
Begeisterung bei Groß und Klein
Was in früheren Zeiten eine ernste Aufgabe war, ist heute ein fester und fröhlicher Höhepunkt der Karwoche für die Wombacher Kinder und Jugendlichen. Erfreulich viele Mädchen und Buben beteiligen sich Jahr für Jahr an diesem Brauch – ein schönes Zeichen dafür, dass das Bewusstsein für überliefertes Gemeinschaftsleben in Wombach lebendig geblieben ist.
Tradition verbindet
Das gemeinsame Ratschen durch den Ort ist mehr als ein alter Brauch: Es schafft Gemeinschaft, gibt den Kindern eine besondere Rolle im Dorfleben und lässt sie spüren, dass sie Teil einer langen Geschichte sind. Wer die Gruppe an diesen Tagen durch Wombach ziehen sieht – mit roten Wangen, lauten Ratschen und strahlenden Gesichtern – der erkennt: Dieses lebendige Brauchtum ist in guten Händen.
Wir wünschen allen Wombacherinnen und Wombachern sowie ihren Familien
ein gesegnetes und frohes Osterfest! 🐣