Wombach


  Radsport RV Viktoria Wombach
Maximilian Brandl knackt beim Weltcup in Andorra die B-Norm für Olympia
/ Katharina Götze holt Bronze bei der bayrischen Sprintmeisterschaft
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Wombacher Mountainbiker international und regional erfolgreich


Platz fünf für Maximilian Brandl beim Weltcup in Andorra. Die halbe Olympianorm ist geschafft.
Foto: Armin M. Küstenbrück

Zwei Wochen nach seinem deutschen Meistertitel in der Eliteklasse legte U23-Mountainbiker Maximilian Brandl vom TV Viktoria Wombach (Team Lexware) international nach. Beim Weltcup in Andorra fuhr er in der U23-Klasse mit einer furiosen Schlussrunde auf Platz fünf vor und meldete sich nach einem international durchwachsenen Jahr 2018 in der Weltspitze zurück. Damit erreichte er auch zum ersten Mal die zweimal zu erfüllende B-Norm des Bund Deutscher Radfahrer zur Qualifikation für die olympischen Spiele in Tokio im nächsten Jahr. Währenddessen stellte die Mountainbike-Nachwuchsgruppe des RV Viktoria Wombach beim Franken-Cup in Rappershausen mit 17 Fahrerinnen und Fahrern das größte Teilnehmerkontingent und erreichte mit Siiri Ullrich (1. U13w), Simon Götze (2. U13m) und Alina Endres (3. U13 w) drei Plätze auf dem Siegerpodium. Das erfolgreiche Wochenende rundete Katharina Götze mit der Bronzemedaille in der Altersklasse U15 bei den bayrischen Meisterschaften im Mountainbike-Sprint ab.

Der Weltcup in Andorra stellt die Mountainbiker vor besondere Herausforderungen. Auf fast 2000 Meter Meereshöhe ist die Luft dünn und erfordert eine kluge Renneinteilung. Maximilian Brandl scheint damit gut zurecht zu kommen. 2015 gewann er in der Höhe von Andorra als Junior seine erste Weltmeisterschaftsmedaille und zwei Jahre später fuhr er im U23-Weltcup hier erstmals in die Top Fünf. Dennoch beschließt er am vergangenen Sonntag nach einer gelungenen Startphase das Tempo des Spitzenquartetts nicht mitzugehen. Er hält sich stattdessen an zehnter Position und erläutert nach dem Rennen seine Taktik: „Ich wollte in Reichweite bleiben, aber nicht überziehen. Die Erfahrung von 2015 und 2016 hat mir gezeigt, dass man sich die Anstiege einteilen muss. Deshalb habe ich unten meist fünf, sechs Sekunden verloren und oben habe ich sie wieder gut gemacht.“

Brandls Ziel ist der fünfte Platz, der die B-Norm für die olympischen Spiele in Tokio bedeutet. Und um diese Position kämpft er mit gleich vier Franzosen, die vor ihm fahren. Immer wieder gelingt es ihm bis auf Platz sechs vorzufahren, aber den Abstand zum Fünften Daniel Thibault kann der 22-jährige Sendelbacher, der in Freiburg studiert, nicht entscheidend verringern. 15 Sekunden trennen ihn vom Franzosen, als es in die letzte Runde geht, und sein Gedanke in diesem Moment ist: „So knapp will ich nicht an der Norm scheitern. Ich muss noch einmal alles geben.“

Und er gibt alles. Sekunde um Sekunde schiebt er sich am steilsten Anstieg, den die Fahrer die Mauer nennen, an den Franzosen heran, doch es bleiben zehn Sekunden Differenz. Auf dem letzten Kilometer merkt Brandl, dass sein Kontrahent plötzlich nachlässt. „Der war auf einmal stehen ko. Er muss zu lange über dem Limit gefahren sein. Als ich an ihm vorbei fuhr, war ich fast doppelt so schnell.“ Auf den wenigen hundert Metern bis ins Ziel holt Maximilian Brandl einen Vorsprung von zwanzig Sekunden und freut sich im Ziel über Platz fünf wie über einen Sieg: „Ich bin mega glücklich, dass ich hier eine B-Norm für die olympischen Spiele geschafft

habe. Ich kann jetzt wieder so Rennen fahren wie 2017. Einfach cool bleiben und meinem Körper vertrauen.“ Dass er seinem Körper vertrauen kann, belegt auch seine Zeit in der Schlussrunde. Maximilian Brandl fuhr 40 Sekunden schneller als in den Runden zuvor und legte damit nach dem rumänischen Sieger Vlad Dascalu die zweitbeste Rundenzeit hin. Im Hinblick auf die olympischen Spiele verbleiben in dieser Saison vier weitere Weltcups sowie die Welt- und Europameisterschaften, um ein zweites Mal die B-Norm zu schaffen. Nach derzeitigem Stand wird es für die deutschen Mountainbike-Herren nur einen Startplatz bei den olympischen Spielen geben und die Konkurrenz ist groß. Aktuell haben neben Maximilian Brandl sein Lexware-Team-Kollege Georg Egger, Altmeister Manuel Fumic und der DM-Zweite Ben Zwiehoff jeweils einmal die B-Norm geschafft. Die nächste Chance gibt es schon am kommenden Wochenende beim Weltcup im französischen Les Gets.


Nachdem sie die deutsche Mountainbike Meisterschaft zu Hause erleben durften, stimmt die Motivation beim Nachwuchs des RV Viktoria Wombach.
Sitzend von links: Jannik Warmuth, Jonas Endres, Robin Gase, Simon Götze, Noel Gase, Erik Stopp, Elias Strohmenger, Felix Strohmenger.
Stehend von links: Julian Maier, Noah Sinner, Lukas Rüb, Leon Maier, Siiri Ullrich, Leo Schuhmann, Yannis Imhof, Lena Stanzl, Alina Endres.
Foto: Matthias Stopp

Für den Nachwuchs des RV Viktoria scheint die deutsche Meisterschaft vor zwei Wochen in Wombach ein Motivationsfaktor zu sein. Und Arno Endres, der Leiter der Radsportabteilung war zwei Wochen nach dem Großereignis schon wieder als Betreuer im Einsatz. Mit 17 Kindern in den Altersklassen U9 bis U15 fuhren er und mehrere Eltern als Betreuerteam zum Franken-Cup nach Rappershausen in die Rhön. Auf einem einfachen Kurs über Feldwege und einem sogenannten Pump-Track aus mehreren nacheinander folgenden Kamelbuckeln und Steilwandkurven stand die für die meisten der Spaß und das Gemeinschaftserlebnis im Vordergrund. Einige gingen aber auch ambitionierter an die Sache heran. Mit Trainingsfleiß lässt sich im Mountainbikesport fiel erreichen. Der Sieg und der dritte Platz von Siiri Ullrich und Alina Endres in der weiblichen U13 sowie Rang zwei und fünf für Simon Götze und Noah Sinner bei den Jungs der gleichen Altersklasse stachen heraus.


Katharina Götze holt Edelmetall bei den bayrischen Meisterschaften im Mountainbike-Sprint. Mit Platz drei zeigt die talentierte 14-jährige, dass es nach einer Verletzungspause wieder aufwärts geht.
Foto: Elisabeth Götze

Eine deutlich längere Anfahrt zum Rennen nahm U15-Fahrerin Katharina Götze in Kauf. Sie reiste nach St. Englmar im bayrischen Wald, um dort an der bayrischen Meisterschaft im Montainbike-Sprint teilzunehmen. Auf Anhieb kam sie gut mit der dynamischen Disziplin zurecht, die auch bei der deutschen Meisterschaft in Wombach für Spannung und Dramatik gesorgt hatte. Im Finale schaffte Katharina Götze Platz drei und kehrte mit ihrer ersten bayrischen Meisterschaftsmedaille zurück.

RV-Viktoria Wombach, Thomas Brandl

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